Kartoffeln

Der Kartoffelanbau macht ca. 1,3 – 1,5 ha aus. Auf dieser Fläche werden in der Regel vier Sorten angebaut: eine Frühkartoffel, eine mittelfrühe, eine späte und eine mehlige Sorte. Alle Pflanzkartoffeln werden bei Kunstlicht in der Scheune oder im Folientunnel draußen gut vorgekeimt und dann im April, wenn der Boden gut erwärmt ist, gepflanzt. Dort durfte seit der letzten Getreideernte eine Zwischenfrucht wachsen, die zum Teil im Winter abgefroren ist. Mit regelmäßigem Häufeln und Striegeln wird der Unkrautdruck in den wachsenden Kartoffeln reduziert. Zum letzten Häufelgang vor Reihenschluss, meistens Anfang Juli, wird zwischen den Reihen eine Untersaat ausgebracht, die sich dann später, wenn das Kraut der Kartoffeln im August abgestorben ist, bis zur Ernte noch gut entwickeln kann. Das Unkraut wird unterdrückt, der Boden wird zusätzlich durchwurzelt und Tragfähig für die Ernte und die blühenden Pflanzen (Buchweizen, Ölrettich, Lupinen usw.) nützen den Insekten. Außerdem begrünen diese Pflanzen häufig auch den abgeernteten Acker. Nach der Ernte werden die Kartoffeln direkt eingelagert und mit der Außenluft der kühlen Nächte herunter gekühlt. Über den Winter sortieren wir ca. alle sechs Wochen einen Vorrat. Die aussortierten Kartoffeln sind ein wertvolles Futtermittel für die Schweine.