Kleegras

Der Ackerfutterbau bildet nicht nur gemeinsam mit dem Dauergrünland die Futtergrundlage für das Rindvieh, sondern ist auch das Fundament für eine leistungsfähige Fruchtfolge. Das Kleegras besteht etwa zu 30% aus Leguminosen (Weiß- und Rotklee, Wiesenluzerne), 65% Gräsern und 5% Kräutern (Kleiner Wiesenknopf, Wilde Petersilie, Wegwarte, kleine Bibernelle, Wiesenkümmel und Spitzwegerich). Diese Vielfalt liefert uns oberirdisch ein schmackhaftes, aromatisches Heu und unterirdisch ein verschiedenartiges, zum Teil tiefwachsendes Wurzelwerk mit seinen Ausscheidungen als Futtergrundlage für die Bodenorganismen. Zusammen mit dem Stickstoff der Leguminosen und den Pflanzenrückständen findet ein Bodenaufbau statt, von dem die Folgekulturen zehren können. Unterstützt werden diese Prozesse durch die Kompostdüngung, die vor allem die Kleearten dankend annehmen und eine Streifenweise Lockerung, die die Durchwurzelung fördert. Im zweiten bzw. im dritten Nutzungsjahr wird nach dem zweiten Schnitt eine flache Bearbeitung der Grasnarbe durchgeführt und sofort eine Zwischenfruchtmischung eingesät. Damit wird freiwerdender Sticksoff gebunden, der Boden mit andersartigen Pflanzen aufgeschlossen und so die Frühjahrsbestellung des Getreides vorbereitet.